Allee der Courage
Ein künstlerischer Parcours im öffentlichen Raum, der sich mit dem Moment der Zivilcourage auseinandersetzt. Mit Werken von crackthesister, Verena Andrea Prenner, Denise Schellmann und Daniel Sommergruber.
Werke von crackthesister

Courage 1 & 2 - handgeschrieben
Gefühl - Foto mit Buchstabeninstallation aus Styrodur - aus der Installation Words put into place -Foto: Niki Trat

Nur Mut - Auszug aus dem Buch "Ein Kamel geht spazier'n", das in Braille und Schwarzschrift überlagert layoutiert ist
Liebesbrief - handgeschrieben

Gedeck zu Ehren von Fria Elfen
Die feministische Kunst-Installation Dinner Party der Internationalen Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen (IntAkt) wurde von Susanne Kompast iniziiert. Inspiriert von Judy Chicagos Werk ehren die Platzarrangements bedeutende Frauen. Zu Ehren der 2013 verstorbenen IntAkt-Mitbegründerin Christa Hauer sowie im Rahmen des 50 Jahr Jubiläums der IntAkt erfolgten Ausstellungen im WUK in Wien (Mai 2025) sowie im Rahmen des Kunst-Picknick in der Landesgalerie Niederösterreich in Krems (März 2026). - Foto: Maria Bergstötter
Litanei
Braillefolie auf durchsichtiger Acrylplatte zu Ehren Fria Elfen. Der Text stammt ursprünglich von Fria und gibt verschiedene Tiere und deren Status von bedroht bis ausgestorben wider.
Werke von Verena Andrea Prenner
Habitus


In ihrer Arbeit „Habitus“ beschäftigt sich Verena Prenner mit der Frage, wie Wahrnehmung durch persönliche Geschichte, soziale Herkunft und kulturelle Prägung geformt wird. Inspiriert von einem Zitat des Soziologen Pierre Bourdieu – „Das Auge ist ein Produkt der Geschichte“ – untersucht sie, wie selbst scheinbar universelle Orte wie das Mittelmeer individuell erlebt werden.Für die fotografische Inszenierung des Projekts entlang der italienischen Adriaküste bat sie Passant*innen, ihre Köpfe mit Gegenständen zu bedecken, die sie an den Strand mitgebracht hatten. Alltägliche Objekte wurden dadurch zu stillen Zeichen individueller Biografien. Für die Weiterführung der Serie kehrte Verena Prenner an die Adriaküste zurück und suchte den Kontakt zu Menschen, die über das Mittelmeer nach Europa gekommen sind. Aus den Gesprächen entstanden persönliche Aussagen, die auf Plastiktaschen übertragen wurden – Objekte, die häufig mit Migration und Flucht assoziiert werden. Die Arbeiten entstanden diesmal als Collagen, in denen persönliche Aussagen mit älteren Fotografien aus ihrem Archiv kombiniert werden.
Werden & Vergehen II a-b


Aus Wiederholung entstehen Verschiebungen.
Aus Ordnung entstehen Eigenbewegungen.
Die Arbeiten folgen seriellen Strukturen und der Zahl sieben. Linie, Schatten und Fragment verweigern stabile Zustände. Struktur und Instabilität kippen ineinander. Sie bedingen einander und bleiben Teil einer fortlaufenden Dynamik. Werden & Vergehen II a-b führt diesen Prozess räumlich weiter.
Er bleibt in beide Richtungen lesbar.
Werke von Daniel Sommergruber


Courage erscheint in den Arbeiten von Daniel Sommergruber nicht als Heldentum, sondern als Zustand von Reibung, Druck und Widerstand. Menschenkörper, Zeichen, Parolen und Fragmente überlagern sich zu dichten Bildflächen zwischen Protest und Kontrollverlust.
Die Zeichnungen wirken wie psychische und gesellschaftliche Zustände: laut, verletzlich, instabil. Zwischen Masse und Isolation entstehen Figuren, die sich gegen Anpassung, Sprachlosigkeit und kollektive Erstarrung behaupten.
Mitgliedschaften: Künstler:innenhaus Vereinigung, IntAkt Künstlerinnen, quit nature, Verein Kunstschaffen
Arbeitsfelder: visuelle Arbeiten (oft mit haptischen Elementen: Installationen, Bilder, Textil, Video, Foto), Schriftstellertum (teils mit haptischen Elementen: Gedichte, Kurzgeschichten, Theater), Gesang, Performance, Klangschalen, Tanz, Videointerviews
www.crackthefiresister.net
die Soziologie verlagerte und ihr Masterstudium abschloss. In dieser Zeit begann sie, ihre soziologischen Erkenntnisse in inszenierte Fotografien zu
übersetzen und sich mit Themen wie sozialen Strukturen, Machtverhältnissen und Marginalisierung auseinanderzusetzen. Ihre künstlerische Praxis ist stark von intensiven Erfahrungen in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten geprägt, die häufig mit längeren Aufenthalten und einer engen Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften verbunden sind. Ihre Arbeiten verbinden dokumentarische Ansätze mit performativen und symbolischen Elementen.
Geboren 1984 in Tulln, lebt und arbeitet in Wien. Daniel Sommergruber arbeitet an der Schnittstelle von Malerei und Raum. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Figuration und Abstraktion und thematisieren gesellschaftliche Spannungen, Machtverhältnisse und emotionale Zustände. Der Raum fungiert dabei nicht als neutraler Hintergrund, sondern als aktiver Bestandteil der Bildfindung. Studium der Malerei und Zeichnung bei Markus Lüpertz sowie Szenografie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ausstellungen u. a. im Otto-Wagner-Areal Wien und im Künstlerhaus Klagenfurt, Künstlerhaus Wien und St. Pölten. Ausstellungsbeteiligungen u. a. in Köln, Stuttgart, St. Pölten, Leipziger, und München.
Parallel dazu langjährige Zusammenarbeit mit Theater- und Festspielhäusern, die seine raumbezogene Arbeitsweise nachhaltig geprägt hat.

Die Künstler*innen, sowie die Sommerspiele Melk, der Freundesverein der Wachaukultur Melk und MERKwürdig - Zeithistorisches Zentrum Melk danken unseren Sponsoren:
